Leinen als ökologischer Gegenspieler der Baumwolle

Als Linen oder Flachfaser (deut. Leinen) bezeichnet man eine Textilfaser, welche aus der Leinpflanze gewonnen wird. Die Pflanze zählt zu der Gattung der Leingewächse und lässt sich grundsätzlich in subtropischen Gebieten finden. Ähnlich wie Baumwolle oder Seide beispielsweise, gehört die Leine zu den Naturfasern. Für das Leinengewebe werden die Fasern der Pflanze genommen, welche aus den Stängeln gewonnen werden. Aus der Leinpflanze werden überwiegend Leinenstoffe und Garne gefertigt. Der Gebrauch von Leinen ist bis ins Altertum, also um die 7000 Jahre nachweislich zurückzuführen. Sie waren, abgesehen von der Wolle, das wichtigste Gut zur Herstellung von Kleidung. Um eine Beschädigung der Faser zu vermeiden, wird die Wurzel mit der Pflanze komplett ausgerupft. Was früher noch per Hand geschah, wird heute mit eigens dafür entwickelten Maschinen umgesetzt. Infolgedessen müssen die Pflanzen trocknen, bis die Samenkapseln dann durch Reiben entfernt werden. Darauf folgt die sogenannte Rotte, wo die Flachfasern vom restlichen Pflanzengewebe entfernt werden. Dann werden die brauchbaren Pflanzenteile durch Bersten in kleinere Stücke zerteilt und durch Schleudern von ihren Fasern separiert. Dann können die Fasern durch Hecheln gereinigt und analog nebeneinander angeordnet werden. Folglich sind sie dann bereit, aufgezogen und zu Textilien verwebt zu werden. Durch die industrielle Förderung und Herstellung von Baumwolle und die zur Perfektion entwickelte Baumwollverarbeitung ließen die Leinen lange Zeit in Vergessenheit geraten. Jedoch gewinnt die Naturfaser wieder immer mehr an Beliebtheit aufgrund ihrer ökologischen Eigenschaften und der wachsenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Gütern. Auch in unserem Sortiment lässt sie sich beispielsweise als Kissenbezügen von Dedon wiederfinden.

Da die Leinenfaser so gut wie luftundurchlässig, sowie sehr eben und leicht zu verarbeiten ist, wird sie gerne für fusselfreies Weben verwendet und ist dafür besonders geeignet. Die Leinen sind sehr robust und reißfest und daher für den alltäglichen Gebrauch gut geeignet. Ein weiterer, besonderer Vorteil ist, dass die Faser sich als bakteriozid erweist, und daher so gut wie antistatisch und schmutzabweisend ist.  Da heutzutage Hausgebrauchswaren wie Tischdecken, Bettwäsche oder Kissenbezüge fast ausschließlich nur noch aus Baumwolle gefertigt werden und den Leinen somit ein schlechter Ruf einhergeht, nicht zuletzt auch weil der Stoff leicht zum Knittern neigt, sind Produkte mit Leinen heute meist als Halbleinen oder Mischgewebe zu finden. Dabei muss der Leinenanteil bei mindestens 40% liegen. Das liegt allerdings auch oft an minderwertiger Ware, da sich mehr auf die Baumwollprodukte konzentriert wird, weil diese in der Herstellung günstiger sind. Unsere Leinenprodukte sind jedoch nur aus bester Herstellung und weisen beste Qualität vor. Sie sind langlebig durch eine hohe Wiederstandfähigkeit und fühlen sich weich und anschmiegsam an.

Pflege

Leinen sind empfindlich gegen Reiben und Scheuern. Demnach empfiehlt sich bei der Reinigung ein Schonwaschgang. Auch verträgt es hohe Temperaturen, allerdings keine trockene Hitze. Deshalb sollte beim Bügeln darauf geachtet werden, dass das Bügeleisen über eine Anfeuchtungsfunktion verfügt. Ebenfalls sollte ein Trocknen im Wäschetrockner vermieden werden, denn Leinen geben ohnedem Feuchtigkeit so schnell ab, wie sie sie aufnehmen.

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