Made in Germany

Produkte, welche in der Bundesrepublik Deutschland gefertigt oder entwickelt werden, werden oft mit dem Aufzug “Made in Germany“ tituliert. Hierbei handelt es sich um ein Gütesiegel, welches das jeweilige Produkt damit auszeichnet, durch deutsche Wertarbeit eine gewünschte, erlesene Qualität vorweisen zu können. Dies rechtfertigt unter anderem die zum Teil erhabeneren Preise im Vergleich zu Produkten aus Billiglohnländern, da Produkte aus deutscher Herstellung eine signifikant höhere Wertigkeit genießen.

Entstehungsgeschichte des Begriffs "Made in Germany"

Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt, diente die Bezeichnung “Made in Germany“ als Schutz vor der Einführung minderwertiger Importwaren in Großbritannien. Zu dieser Zeit entwickelte und produzierte Deutschland halbwertige Waren und erhielt so schnell einen schlechten Ruf als Exporteur. Um die Einfuhr minderwertiger Waren zu verhindern, beschloss das englische Parlament am 23. August 1887 den „Merchandise Marks Act 1887“. Dieser besagte, dass auf den exportierten Waren das jeweilige Herkunftsland angegeben werden muss, um die Herkunft von minderwertiger Ware besser lokalisieren zu können. Als dann 1891 das „Madrider Abkommen über die Unterdrückung falscher Herkunftsangaben auf Waren“ beschlossen wurde, war es für Deutschland von nun an unmöglich geworden, geringwertige Ware zu exportieren. Sofort zeigten sich erste Anzeichen der Besserung und die Fertigung hochwertiger Waren wurde angestrebt. Deutschland formte sich nach und nach zum Exportschlager. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich Deutschland zu einer Wirtschaftsmacht. Begriffe wie “Exportweltmeister“ wurden erstmals in Verbindung mit Deutschland laut.

Noch bis heute besteht der Begriff “Made in Germany“, wird aber vielmehr als ein Qualitätsmerkmal und Gütesiegel verstanden. So sind deutsche Güter beispielsweise im Jahre 2014 so beliebt wie nie gewesen. Die Anzahl an exportierten Güter erreichte ein neues Rekordhoch. Ein Ende des Trendes ist nicht vorauszusehen. Mittlerweile expandieren sogar immer mehr Unternehmen Firmenstandpunkte ins Ausland und produzieren aufgrund der hohen Nachfrage auf internationaler Ebene. Diese stattliche Nachfrage unterstreicht die Qualität von deutschen Exportwaren.

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